Invisible-Grip-Assist

An orthetic assistance system actively supportig patiens with limited hand mobility.

Project goals (de)

Bei der spontanen Erkundung eines Objekts und vor allem bei dessen längerfristigem Gebrauch dominieren taktile und aktorische Vorgänge. Für den Menschen ist die Hand somit das wichtigste Organ, um mit seiner Umwelt zu interagieren. Schalter werden gedrückt, Knöpfe gedreht, Griffe umfasst und Gegenstände angehoben. Weiterhin kommunizieren wir mit unseren Mitmenschen z.B. in Form eines Handschlags. Die Hand hat deshalb sowohl eine hohe funktionale als auch soziale Bedeutung für jeden einzelnen von uns. Obwohl einem gesunden Menschen das manuelle Agieren nicht schwerfällt, sind die feinmotorischen Fähigkeiten der Hand komplex. Erst bei einem ungewollten Verlust der manuellen Beweglichkeit wird klar, welche Einschränkungen damit für das alltägliche Leben verbunden sind. Schlaganfälle, chirurgische Eingriffe nach einem Unfall oder auch eine beginnende Arthrose im Alter führen zu feinmotorischer Einschränkung oder Apraxie bis hin zu völliger Unbeweglichkeit. Physio- und Ergotherapien unterstützen Patienten dabei, ihre zuvor vorhandenen Fähigkeiten wiederzuerlangen; häufig ein sehr langwieriger und nicht immer zum Erfolg führender Weg. Jenseits der Therapien müssen Hand-Patienten jedoch auch im Alltag mit ihrer Einschränkung zurechtkommen. Da in den meisten Fällen nur eine Hand betroffen ist, übernimmt die gesunde Hand oft die Führungsrolle. Die geschädigte Hand bleibt unbewegt.

Im Rahmen des Vorhabens soll daher ein Assistenzsystem entwickelt werden, welches Handpatienten darin unterstützt, die geschädigte Hand wieder so intensiv wie möglich in die alltäglichen Abläufe einzubinden. Das System wird körpernah in Form eines Handschuhs getragen und erkennt selbstständig die zu unterstützende Bewegung. Neben der technischen Umsetzung des Vorhabens wird die Implementierung des Gesamtsystems in den Alltag der Anwender fokussiert: Eine ästhetische Schlichtheit sowie eine intuitive Bedienbarkeit des Systems ist für die optimale Mensch-Technik-Kooperation erforderlich, damit der Patient die Hilfe motiviert annimmt.

Anwendungsbeispiele (de)

Fraunhofer Umsicht ifado - Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund IWF - Ingenieurbüro Uwe Grossmann NOFFZ Computer Technik GmbH Ortema Symertis GmbH

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